Rückenschmerzen wegen Yoga?

Rückenschmerzen wegen Yoga?

 

Man hört und liest immer wieder, dass man durch Yoga auch Rückenschmerzen bekommen kann. Oder dass man während einer Yogapraxis einen Bandscheibenvorfall oder eine Bänderverletzungen erlitten hat. Auch wenn man mit Ärzten/Orthopäden spricht, sind Sie nicht immer angetan von intensiver Yogapraxis. Solche Nachrichten erschrecken mich als Yogalehrer und stimmen mich traurig. Das hält natürlich viele Leute davon ab, all die schönen Erfahrungen uns Selbsterkenntnisse zu machen, welche man durch die Yogapraxis bekommen kann.

 

Die Idee von Yoga ist, dass man sich Zeit für sich nimmt und sich und seinem eigenen Körper was Gutes tut und zurückgibt. Wir versuchen durch die angepasste Praxis so schnell wie möglich in unsere Balance zurück zu kommen. Kurz zusammengefasst, sollten wir uns nach der Yogapraxis besser fühlen als davor. Mit Schmerzen aus der Yogastunde zu gehen ist für mich widersprüchlich. 

Aber ich weiß natürlich, dass Rückenschmerzen oder andere körperliche Schmerzen nach der Yogapraxis immer wieder vorkommen und dies gar nicht so selten. Wir wollen im Leben meistens immer vorankommen und in etwas besser werden. Möglichst schnell und intensiv, viel erleben und erreichen. Doch das passt nicht mit Yoga zusammen. Yoga lehrt uns, dass wir oft mit weniger im Leben, mit entspannterem Umgehen mit uns selbst, ohne übertrieben Ehrgeiz, viel mehr in der Balance sind und uns dadurch wohler und zufriedener fühlen. Das ist natürlich ein großer Gegensatz zu der Welt, in der wir leben und wie wir erzogen wurden.

 

Was hat das nun alles mit Rückenschmerzen und Yoga zu tun?

Ein Grund ist, dass wir anatomischen sehr unterschiedlich aufgebaut sind. Der eine hat einen sehr geraden Rücken und der nächste eine Wirbelsäule mit ausgeprägten Kurven. Auch unser Körperaufbau unterscheidet sich sehr von Person zu Person. Der eine ist groß, der nächste ist klein. Die Winkel der Knochen sind unterschiedlich. Die Gelenke und ihre Positionierung im Körper variieren voneinander. Auch das Alter und persönliche Umstände spielen natürlich eine große Rolle. 

Mit diesem Wissen kann man verstehen, warum für den einen eine bestimmte Asana richtig ist und er damit seinen Körper ausrichtet und seine Muskulatur entsprechend stärkt. Und für den anderen, der andere Winkel und Kurven im Skelett hat, die gleiche Haltung nicht förderlich ist und ihn destabilisiert, übermobilisiert und dadurch die Gelenke und Bänder schädigt. Daraus resultierend entstehen dann Rücken- oder Knieschmerzen, manchmal sogar Bänderverletzungen.

 

Wie sollten wir Yoga praktizieren?

Damit Yoga seine positiven Eigenschaften entfalten kann, müssen wir lernen wie weit man gemäß den eigenen Voraussetzungen in eine Asanahaltung gehen sollte und vor allem wie. Entscheidend ist, dass man entsprechend seiner eigenen körperlichen Veranlagungen praktiziert. Dann wird die Yogapraxis sehr wertvoll und unterstützt und richtet den Körper optimal aus. Mit diesem Wissen helfen wir uns zu stärken und können dadurch viele Beschwerden lindern und Verletzungen vermeiden.

Mit diesen positiven Erfahrungen werden wir sicherlich nicht mehr los kommen von der Yogapraxis und wollen immer mehr wissen.

 

Namaste

Felix 

 

Was sind eure Erfahrungen dazu?

Ich freue mich über Austausch in den Kommentaren.

 

Wollt Ihr mehr zu diesem Thema wissen?

Schreibt mir gerne unter info@urbanyogamunich.de oder über das Kontaktformular.

 Im Modul 1 unseres "Yoga is Self Care"-Workshops werden wir auch dieses Thema behandeln.

Mehr Infos dazu? Gibt es hier.

 

 

 

 

 

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